November-Wanderungen

Corona zwang uns, nicht gemeinsam als Gruppe durch die Gegend zu ziehen. Also machten sich die Wandervögel einzeln oder paarweise auf den Weg, den Herbst in der Natur zu suchen.

Wer da sagt, der November sei grau und trist, der hat nicht erkannt, was dieser so alles zu bieten hat –  reichlich Schlehen, interessante Pilze, prächtig gefärbte Bäume, leuchtende Sonnenuntergänge.

Um all die Schönheiten im Herbst zu entdecken, muss man gar nicht weit fahren. Bereits unmittelbar vor der Haustür oder im eignen Garten gibt es so allerlei zu entdecken. Auch unser Algermissener Ziegeleisee bietet ebenfalls interessante Fotomotive.

Besonders reizvolle Fotos reichten die Wandervögel von ihren Wanderungen ein:  an den Bledelner Rotten, durch den Hainberg bis zur Burg Wohldenberg, am Mittellandkanal, im Hämeler Wald, im Deister, am versunkenen Dorf Delm und am Galgenberg. Vielleicht entdeckten sie auf ihren Wanderungen auch mögliche Ziele für künftige gemeinschaftliche Touren, wenn eines Tages die Pandemie vorüber ist.

Oktoberwanderung

 

Corona hat uns im Griff. Der traditionelle Volkswandertag am 18. Oktober war längst abgesagt.

Doch wir – 10 Wandervögel – wollten an die frische Luft.

Natürlich verzichteten wir auf Fahrgemeinschaften, denn es sollte eigentlich nach Duingen gehen. Wir entschlossen uns, Algermissen zu bewandern. Und das ist immer wieder interessant.  Wenn wir zusammen standen,  schützten uns unsere Masken. Zum Glück war es sehr windig, was ja eigentlich keine so gute Voraussetzung für Wanderungen im freien Feld ist. Uns erlaubte es, zeitweise auch mal ohne Maske zu wandern.

Höhepunkt der knapp 10 km langen Wanderung war der Aussichtspunkt am renaturierten Bruchgraben. Weit geht der Blick über die Landschaft mit dem mäandernden Bach. Das machte den Kopf frei und hob die Stimmung.

September- Wanderung

Es war ja wohl eine der schönsten Routen, die wir je gewandert sind. 12 „Wandervögel“ fuhren nach Thale im Ostharz. Ein riesiger Parkplatz war bereits am frühen Vormittag mit hunderten PKW gefüllt. Doch zum Glück wollten nicht alle Besucher im Bodetal wandern. Sicher besuchten viele Gäste auch den Hexentanzplatz, die Rosstrappe oder den Kletterwald.

Der schönste und atemberaubendste Teil dieses wild-romantischen und sagenumwobenen Felsentals befindet sich zwischen den Orten Thale und Treseburg. Eine Wanderung durch diesen Abschnitt des Bodetals zählt zu den Höhepunkten eines jeden Harzbesuches. Hier ragen einige Felsen fast senkrecht bis zu 230 Meter in die Höhe.

Wir jedenfalls marschierten munter auf dem Harzer Hexensteig, den bereits Goethe bewandert hat. Bald wurde es wirklich „wildromantisch“, unter uns die tosende Bode und ringsherum Felsen, vorbei am Bodekessel, wo der Sage nach die Prinzessin Brunhilde auf der Flucht vor dem Riesen Bodo ihre Krone verlor. Mit ihrem Pferd erreichte sie den gegenüber liegenden Felsen und hinterließ dort einen Abdruck im Gestein – die Rosstrappe.  Der Riese stürzte in den Fluss, der seitdem „Bode“ heißt.

Auf felsigen Wegen ging es bergauf und bergab. Beinahe wäre doch gar ein „Wandervogel“ in die Tiefe gerutscht, gemeinsam „retteten“ wir ihn vor dem Abgrund und stellten wir ihn wieder auf die Füße.

Die letzten 5 km waren dann sanfter und angenehm zu laufen. So kamen wir nach ca. 11 km und fast 4 Stunden nach Treseburg und entdeckten ein wunderschönes Berg-Café Kaffee und Torten schmeckten vorzüglich.

Der anstrengende Weg hatte sich wirklich gelohnt!

Doch dann ein Schreck. An der Bushaltestelle lesen wir, dass diese bis Mitte Oktober nicht „bedient“ wird. Da war guter Rat teuer unter den Wandervögeln. Vier von uns nahmen ein Taxi nach Thale, um vom Parkplatz unsere geparkten Autos zu holen. Und so kamen wir dann doch noch zum Abendbrot nach Hause. Aber alle waren etwas „geschafft“.

Die 12 Wanderfreunde des TVE äußerten sich begeistert von diesem herrlichen Spätsommertag in traumhafter Kulisse.

Augustwanderung

 

Die äußeren Umstände machen es den Mitgliedern der Wandergruppe des TVE in diesem Jahr nicht leicht, seit Monaten „stört“ Corona und nun auch noch die große Hitze. Die geplante Wanderung in der Duinger Gegend wird umgewandelt in einen großen Spaziergang in Saubecks Holz, immerhin auch 7 km. Hier finden wir einen kühlen Wald, die idyllische Waldkapelle und unseren allseits geliebten Stichkanal.

Die 10 Wandervögel waren zufrieden. Sie freuten sich, mal wieder unter Gleichgesinnten zu sein, Erfahrungen über Corona und ihre Folgen auszutauschen und über „Gott und die Welt“ zu plaudern.

Juli – Wanderung

 

Es geht wieder aufwärts mit der Wandergruppe in Algermissen.

12 Wandervögel treffen sich zur Wanderung bei Lengede, eigentlich für den April geplant. Ein kleiner Autokonvoi setzt sich in Bewegung in Richtung jener Stadt, die 1963 in aller Munde war, als ein Grubenunglück  am 14. Oktober 129 Bergleute unter Tage von Wasser überrascht wurden.  89 Bergleute konnten am gleichen Tag gerettet werden, die anderen mussten weitere Tage unter der Erde ausharren, bis die letzten Kumpel am 3. November geborgen werden konnten, für 29 kam jede Hilfe zu spät. Ein Denkmal erinnert an die dramatischen Ereignisse.

Zuerst wird der Seilberg bezwungen. Er entstand als Abraumberg und ist 62.70 m hoch. Das hört sich gering an, aber der kurze steile Anstieg hat es in sich. Wenn dann auch noch die Sonne brennt, dann kommt man schon ins Schwitzen, denn die Bezwingung des Berges entspricht dem Aufstieg in einem 16-geschossigen Hochhaus.  Aber die kleine Strapaze lohnt allemal, denn die Aussicht ist prächtig.

Über Treppen geht es wieder zu Tal und dort führen idyllische Wege durch eine grüne Landschaft mit vielen Klärteichen und zwar auf den Dämmen zwischen den Teichen, die in der Zeit des Erzbergbaus zwischen 1917 und 1927 entstanden. Das Gebiet steht teilweise unter Naturschutz.

Nach drei Stunden treffen wir wieder im Parkplatz ein und freuen uns über die schöne Wanderung in einem Gebiet, das als touristisches Ziel nun nicht unbedingt bekannt ist.

Juni-Wanderung

Eigentlich wollten wir den ehemaligen Wanderleiter, Hans-Jürgen Döring im Solling besuchen, um unter seiner Führung zu wandern. Doch wegen „Corona“ verschoben wir diesen Plan auf 2021.

Aber wandern wollten wir trotzdem, zumindest eine kleine Gruppe. Wir verzichteten auf Anfahrten mit dem PKW und „umkreisten“ die Gemeinde Algermissen mit ihren Ortsteilen. Das Wetter blieb trotz Warnung vor Gewitter und Regen bis fast zur letzten Minute der Wanderung trocken.

Wir gingen auf längst bekannten Pfaden, z.B. zum Naturschutzgebiet „Wätzumer Tonkuhle“, aber auch auf weniger bekannten Wegen bei Wätzum und Lühnde. Wer nun meint, das sei doch langweilig, der irrt. Noch nie sahen wir so viele und wunderbar blühende Blumen am Wegesrand: Leuchtender Mohn, Borretsch, der auch im Eintopf gut zu gebrauchen ist, verführerischer giftiger Fingerhut, prächtige Malven,Einfach herrlich, was dort so alles am Feldrain wuchs. Und wenn dann auch noch die Kirchenglocken in den Dörfern läuten, dann stellt sich ein echtes Heimatgefühl ein. Frei nach J.W.von Goethe: Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.

Maiwanderung 2020

Die Maiwanderung war wohl die seltsamste in der Geschichte der Abteilung Wandern beim TVE. Als die Corona-Beschränkungen gelockert wurden, verabredeten sich Wanderfreunde, endlich mal wieder auf Tour zu gehen. Auf dem Plan stand der Külf, ein Höhenzug im Leinebergland.

Mit vier „unterbesetzten“ PKW ging es bei strahlendem Sonnenschein nach Eime. Immer auf Abstand haltend, begann die Wanderung voller Elan. Doch nach einer Stunde war der Ausgangspunkt leider bereits wieder erreicht, also noch einmal von vorn. Diesmal wurde tatsächlich der Kammweg gefunden und auch der Cölleturm mit seinen stattlichen 8,50 m, aber immerhin auf dem 234m hohen Külf. Herrlich ist die Aussicht auf die Sieben Berge, in der Ferne leuchtet die Marienburg und im Tal liegen idyllische Gemeinden.

Die Stimmung unter den wenigen Wanderern war hervorragend, denn sie waren froh, mal wieder an der frischen Luft gemeinsam etwas zu erleben.

Am Nachmittag am Parkplatz kurz vor der Heimfahrt stand fest, hierher müssen wir noch einmal kommen, dann hoffentlich wieder mit großer Beteiligung und ohne strenge Abstandsregeln.

Märzwanderung

  

Etwas gezögert haben wir schon, als wir uns am Sonntag zum Treffpunkt für die Märzwanderung begaben. Können wir in der Gruppe wandern, oder sollen wir die Wanderung lieber ausfallen lassen? Macht uns das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung? Doch das Wetter war derartig gut, dass sich 13 Mitglieder der Wandergruppe auf den Weg nach Sehlde/Jägerhaus am Hainberg machten und sich nicht durch „Corona“ beeindrucken ließen. (Ein paar Tage später hätten wir uns anders entschieden.)

 

Jedenfalls marschierten wir am ehemaligen Ausflugsrestaurant Jägerhaus munter los. Schöner konnte es nicht sein: Die Landschaft, die ersten Blumen, frischer Bärlauch, die strahlende Sonne und gute Laune. Nach der Hälfte der Strecke trafen wir auf eine Hütte mit Bänken im Freien, also heraus mit dem Frühstück aus dem Rucksack. Mit frischer Kraft ging es zum Ausgangspunkt zurück, vorbei am Jägerturm, der leider verschlossen war.

Wir waren uns sicher, dass die frische Luft und die sportliche Betätigung ja nicht falsch gewesen sein können.

Übrigens: Fast genau vor zwei Jahren wanderten wir in den Giesener Bergen bei minus 10°C

Februarwanderung in der Eilenriede

 

Regen, Regen, Regen und zum Glück kein Sturm. Das hatten wir noch nie, bereits am Treffpunkt standen wir mit unseren Regenschirmen und Kapuzen zur Abfahrt nach Hannover bereit. 11 Unentwegte begaben sich an den Maschsee, um vom Döhrener Turm durch die Eilenriede bis zum Annnateich zu wandern.  Jost hatte diese Wanderung bereits vorher erkundet, jedoch bei besserem Wetter…

Für die obligatorische Wanderpause, blieb uns nichts Anderes übrig, als Schutz unter einer Eisenbahnbrücke zu suchen und völlig unromantisch unser Frühstücksbrot zu verzehren. Immer noch im Regen ging es weiter bis zum Tiergarten. Bei gutem Wetter wären wir sicher dort noch etwas geblieben. Doch nun zog es uns -“leicht“ durchnässt – nach Hause. Mit der Straßenbahn fuhren wir bis zum Ausgangspunkt am Maschsee und von dort nach Algermissen. Die gute Laune hat uns trotz des Dauerregens nie verlassen.

Ein Grünkohlessen in der Kate Lulende im Januar 2020

 

Das neue Wanderjahr beginnt mit einem traditionellen /Ritual

Es muss natürlich zuerst gewandert werden,d.h. es ist gibt einen Marsch von 6 km über  „Umwege“ in Richtung Lühnde. Das Wetter und die Stimmung sind gut, auch wenn der Weg manchmal nicht ganz eben ist, wie man auf den Fotos sieht.

Kuschelige Wärme und Geborgenheit empfangen uns in der Kate Lulende. Es ist so gemütlich wie eh und je. Wir fühlen uns richtig „heimisch“ im urigen Restaurant bei Volker Wesemann.
Das Essen ist wieder ein „Gedicht“. Herrlicher Grünkohl, Pinkel, Kasseler und Bauchfleisch – alles vom Feinsten.
Nicht umsonst war die Kate alljährlich über Monate hinweg ständig ausgebucht.

Ein Grünkohlschnaps beendet das üppige Mahl.  Natürlich wird dieser klare Kräuterschnaps nicht aus Grünkohl hergestellt und er schmeckt auch nicht nach Grünkohl. Vielmehr ist sein Name als Hinweis darauf zu verstehen, wie man ihn am besten genießen sollte.

Doch nach zwei Stunden heißt es Abschied nehmen, denn zum letzten Mal dürfen wir in der Kate Lulende genießen. Volker Wesemann schließt im Sommer 2020 – für immer. Das macht dann doch etwas wehmütig.

Ein Blick zurück und zwei Blicke voraus
Die Wandergruppe des TVE Algermissen ist aktiv wie seit Jahrzehnten

 

Der Volkswandertag 2019 in Algermissen anlässlich des 125. Jubiläums der TV Eintracht ist natürlich die große Herausforderung für unsere Wandergruppe. Wir haben darüber ja schon ausführlich berichtet.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass dem allmonatlichen Wandern keine Bedeutung mehr beigemessen wird. In ihrer Abteilungsversammlung am 16. Januar 2019 ließen die Mitglieder der Wandergruppe das Jahr 2018 Revue passieren und das nicht nur mit „trockenen“ Worten, sondern auch mit 100 herrlichen Schnappschüssen von den anspruchsvollen Wanderungen. Gern erinnern wir uns auch an abenteuerliche Wege, die natürlich so nicht geplant waren. Eine ausgesuchte und gut vorbereitete Strecke nahe dem Steinhuder Meer endete zum Beispiel an einem Schild, das den Weg versperrte. Die Ausweichroute jedoch führte durch Wasserlöcher, über umgestürzte Bäume, durchs Unterholz und keiner wusste, wohin uns dieser Weg führt. Umso schöner war der Aufstieg auf den Brocken bei guter Sicht auf den Harz und dessen Vorland. So viel Glück haben nicht alle Brockenwanderer, denn oft hüllt sich der höchste Berg des Norddeutschlands in Wolken.

Ein interessantes Erlebnis gab es am Rande einer Wanderung bei den Bodensteiner Klippen. Just an unserem Wandertag startete beim Jägerhaus am Hainberg eine Oldtimer-Rallye und wir konnten hautnah die alten „Schätzchen“ in Ruhe betrachten. Nachdem wir im Februar am Deister unterwegs waren und bereits warme Sonnenstrahlen genießen konnten, erwischte es uns im März im wahrsten Sinne des Wortes „kalt“. Wir hatten sicher den kältesten Tag des Winters in den Giesener Bergen getroffen. Im November stand die Umgebung des ehemaligen EXPO-Geländes auf dem Programm und wir erklommen der Kronsberg, der durch Aufschüttung immerhin 118 m ü.N.N. Erreicht hat. Den Schlusspunkt setzte ein Fahrt nach Hameln, wo bei schlechtem Wetter ebenfalls ein Berg zu bezwingen war, der Klüthberg mit 258m ü.N.N. Als Belohnung gab es einen Besuch auf dem schönen Hamelner Weihnachtsmarkt. So könnten wir über jede der 12 Wanderungen etwas Schönes  berichten.

Nun also wurde für 2019 geplant. Alle Mitglieder der Wandergruppe waren aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten. Aber auch die Leitung der Gruppe hatte bereits etwas Vorarbeit geleistet. 18 Wanderrouten lagen als Angebot auf dem Tisch, alle zwischen 10 und 13 km, kreuz und quer durch unser schönes Land.

In einem konstruktiven Gespräch entstand ein abwechslungsreicher Plan. Die Ziele wurden zum Beispiel auch danach  bewertet, inwieweit sie  in die jeweilige Jahreszeit passen, ob die Anfahrt nicht zu weit ist, ob die Höhenunterschiede für alle geeignet sind. Einmal wird es wieder in den Harz gehen, diesmal nach Oderbrück, zur Talsperre Oderteich und bis zum Königskrug. Im Laufe der zurückliegenden 30 Jahre war die Wanderabteilung natürlich bereits (fast) überall im Umland unterwegs, daher ist es nicht einfach, immer neue Ziele und Touren zu finden. Noch nie waren wir am Rande der Südheide in der Gegend von Wietze unterwegs. Dort besteht dann auch die Möglichkeit, das Erdölmuseum zu besichtigen.

Den Jahresabschluss bildet eine Fahrt nach Braunschweig in der Adventszeit. Dort muss der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit einer Wanderung an der der Oker erst „verdient“ werden. In Kürze wird das Jahresprogramm auf der Homepage des TV Eintracht Algermissen zu finden sein. Neue Mitwanderinnen und Mitwanderer sind jederzeit gern gesehen. Die Wanderungen finden bei jedem Wetter statt, gefrühstückt wird unterwegs aus dem Rucksack und sie beginnen bis auf wenige Ausnahmen immer um 9 Uhr an der Sparkasse in Algermissen. Wir verabreden uns natürlich zu Fahrgemeinschaften, nach Braunschweig geht es per Bahn. Der Volkswandertag am 20. Oktober 2019 beginnt um 10 Uhr an der Sporthalle Ostpreußenstraße.

Abteilungsleiter

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